Mit dem reichen Vater öffentlich brechen, die Kleider eines Bettlers anziehen, in absoluter Besitzlosigkeit leben: Franz von Assisi zog in seinem Glauben an Jesus alle Register. Bis heute fasziniert er, weil er sich nicht schonte, sondern seinem Herzen kompromisslos folgte. Das radikale Leben dieses „Hofnarren Gottes“ lässt sich in keine Schublade stecken, es eckt an und reißt in seinen Extremen mit: bittere Armut trifft auf überschwänglich-naive Fröhlichkeit, harte Ablehnung auf bedingungslose Anhängerschaft. Der Weg des Heiligen war nicht schnurgerade oder klar definiert, sondern das gewundene Erspüren einer wahren Berufung.
Der Theologe und Kunsthistoriker Markus Hofer nutzt die erhaltenen Quellenschriften und begegnet Franz von Assisi ohne verklärende Zuschreibungen. Bei der Präsentation in St. Arbogast spricht er mit Matthias Neustädter vom ORF Vorarlberg zum 800. Todestag von Franz von Assisi über den „heiligen Narren“.
„Franziskus ist ein menschliches Gesamtkunstwerk, in dem Liebe und Entbehrung, Poesie und Radikalität, Vollendung und Versagen zusammentreffen.“
Kosten
Beitrag nach eigenem Ermessen vor Ort, wir bitten um Anmeldung.
Hinweis:
Das Abendessen wird ab 18 Uhr serviert, wir bitten um Anmeldung.
Theologe und Kunsthistoriker. Er hat mehrere Bücher zu Franz von Assisi und zur Kunstgeschichte veröffentlicht.